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Euphoria F5J Voll-CFK von Pollack Modellbau

Baubericht zum Euphoria F5J Voll-CFK von Pollack Modellbau von Wolfgang Witas. Fotos, Vorbereitung, Planung, Servoeinbau, Erstflug und Erfahrungen. Dieser Artikel soll meine Erfahrungen aufzeigen. Nach dem Erstflug war mir das Höhenruder zu zackig. Ich habe die Ausschlägen nach Augenmaß reduziert und die Reaktionen sind jetzt weicher. Die weiteren Flüge dienen der Optimierung.

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Erstflug auf der Tannenalm im August 2015

Technische Daten

  • Spannweite:    3950 mm
  • Länge:    1850 mm
  • Abflugmasse:    2184 g
  • Antrieb:    Powerline Micro 1025 F5J von Schambeck
  • Anlage:    Jeti Duplex DS 16
  • Servos:    KST DS135 MG und KST DS 115 MG
  • Akku:    1300 mAh, 3S

Fotos / Bilder

Vorbereitung und Planung

Beginnen wir mit der Vorbereitung. Zuerst wird die mitgelieferte Helling, die aus Plaste besteht, zusammengesteckt. Danach werden Rumpfvorderteil, die Rumpfröhre, das Höhenleitwerk, das Seitenleitwerk und die Tragflächen provisorisch verbunden. Erster Eindruck - ganz schön groß und edel!

Nun beginnt die Planung. Welche Schritte sind zuerst auszuführen? Ich habe zuerst die Schlitze mit dem Dremel ausgefräst und die Ruderhörner verklebt. Für eine bessere Verklebung sind die Ruderhörner anzuschleifen und anschließend entweder mit UHU 300 oder 24 Stunden Harz zu verkleben. Die beiden Löcher im unteren Ruderhorn dienen der „Verzahnung“, wenn sie mit Klebeharz ausgefüllt sind. Wer möchte, kann durch zusätzliche Bohrungen in den anderen Ruderhörnern gleiches erreichen.

Die Bowdenzüge werden hinsichtlich ihrer Lage „anprobiert“. Allerdings bin ich von der vorgezeigten Schlitzlänge abgewichen, weil durch die Krümmung der Kohlestab in der Bowdenzughülle für meine Begriffe zu schwer ging. Also zum Rumpfende ein wenig länger ausnehmen!

Auf dem einen Ende der beiliegenden Kohlestäbe können mit den Harzresten die „Löthülsen“ für die Gabelköpfe aufgeklebt werden. Auch hier sind beide Teile aufzurauen, damit das Harz besser „greift“. Mit Schrumpfschlauch, der später entfernt wird, sorgt man für einen gleichmäßigen Halt während der Klebephase. Achtung! Die andere Seite des Kohlestabes noch nicht mit den Hülsen versehen.

Fotos / Bilder

Servoeinbau in der Tragfläche

Nun widmen wir uns dem Servoeinbau in der Tragfläche. Zuvor müssen diese samt Servohalterungen vom freundlichen Modellbauhändler geordert werden. Damit die Servos nicht verkleben, hilft simple Küchenfolie. Überstehende Reste werden vorher abgeschnitten. Hierfür eignet sich ein Skalpell.

Die Ruderhörner sind fest verklebt und das Servo kann in seinem Sitz angepasst werden. Dazu werden die beiliegenden M 2,5 Gestänge genutzt. Die Öffnung in der Fläche, durch die das Gestänge verläuft, ist mit einer kleinen Rundfeile anzupassen. Anschließend befestigen wir den Gabelkopf an das Ruder und an das Servo. Mit einem Servoprüfer überzeugen wir uns von der Größe des Ruderausschlages.

Rudermaschine für die Wölbklappen (Bild siehe oben). Die Schraube ist mit Schraubenfix gut zu sichern, wenn man mit den Ausschlägen zufrieden ist. Allerdings muss der Gabelkopf einseitig „angepasst“ werden. Mit dem Dremel kein Problem! Für das Querruder sieht das so aus (Bild siehe oben). Die Löcher bitte auf 1,6 mm aufbohren! Original sind die auf 1,5 mm gebohrt und die Gabelköpfe passen dann nicht rein.

Hat man alle Ausschläge nochmals geprüft und ist zufrieden, dann können die Servos mit eingedickten Harz eingeklebt werden. Die Servorahmen sind zuvor, bevor man mit Küchenfolie das Servo isoliert, anzuschleifen. Ist das Harz ausgehärtet, dann lösen wir das Servo aus seiner Halterung und entfernen die restliche Folie. Anschließend wird es verschraubt und das Gestänge eingehängt.

Fotos / Bilder

Anschlüsse zu den Servos

Jetzt wird es Zeit die Anschlüsse zu den Servos herzustellen. Ich crimpe meine Kabel selbst. Das Kabel nebst Stecker- und Buchsenkontakten und einer guten Crimpzange bekommt man bei Nessel - Elektronik. Ganz wichtig ist der Pressdruck der Zange! Hier sollte man am Preis der Zange nicht sparen. Die Nessel-Zange lässt sich im Pressdruck gut einstellen. Als Kabel verwendete ich 0,34 mm2 Silikonkabel, das etwas geschmeidiger ist. An das eine Ende des Kabels wird eine Buchse (die mit Stiften) angebracht. Das andere Ende wird ungefähr 3 mm abisoliert und verzinnt. Der nächste Akt ist das Einziehen der Kabel. Mit einer 2 mm dicken Bowdenzugseele aus GFK wurden die Kabel von der Servoseite eingezogen. Man führt das GFK-Teil vorsichtig von der Flächenwurzel her ein und schrumpft das Kabel mit Schrumpfschlauch an den GFK - Stab. Nun muss man vorsichtig das Kabel auf der einen Seite nachführen und den GFK-Stab herausziehen. Hat alles geklappt, dann können die grünen Multiplex - Stecker angelötet werden.

Anmerkung: Die Lötplatinen werden auch von Nessel Elektronik vertrieben. Nach dem Löten wird die Platine mit Schrumpfschlauch überzogen. Ein Vorschlag der Stiftbelegung (Bild siehe oben). Aber da hat wohl jeder seine eigenen Vorlieben.

Nun ist der Multiplexstecker im Flächenausschnitt einzukleben. Damit keine Harzreste in das Steckerinnere eindringen kann, stecken wir zuvor die Buchse mit Küchenfolie isoliert ein und sorgen für einen guten Sitz. Jetzt kann die Steckereinheit in die Fläche mit UHU 300 eingeklebt werden. Als nächstes sind die Servos und der Empfänger, sowie Antrieb im Rumpf einzubauen. Nach einigen Überlegungen habe ich mich für folgende Variante entschieden. Der Empfänger und die Servos kommen nicht auf das mitgelieferte Brett!

Ich habe einen Sperrholzstreifen im Rumpf eingepasst. Er lässt sich über zwei 3-er Einschlagmuttern am Rumpfboden befestigen. Damit die Einschlagmuttern sich nicht drehen habe ich die Oberfläche mit gerade vorhandenen Kohlegewebe überzogen. Also Harz an das Gewebe - Gewebe auf´s Sperrholz und das Ganze mit Schrumpfschlauch eingeschrumpft. Das ergibt eine glatte Oberfläche. Damit die Senkkopfschrauben im Rumpf mehr Halt bekommen wurde der Rumpf unter dem Brettchen mit eingedickten Harz aufgefüllt. Damit alles perfekt passt, ist das Brettchen mit Küchenfolie zu isolieren und auf das eingedickte Harz zu pressen. Nach dem Aushärten werden die beiden Löcher gebohrt und angesenkt. Ich verwende 3 mm Senkkopf- Edelstahl-Schrauben mit Inbus. Anschließend werden die Komponenten auf dem Brett verteilt.

Die beiden KST Servos 115 MG wurden mit einem klebestarken Silikonkleber aufgebracht. Zuvor wurde die Lage der Servos mit einem Abstand von Ca. 2 mm festgelegt, um später die Gabelköpfe noch aushängen zu können. Der Empfänger wurde mit Klettband im hinteren Teil des Brettchen fixiert. Auch hier sollte man die genaue Lage ausprobieren, weil sonst beim Einschieben der Einheit der Empfänger am Ballastrohr hängenbleibt. Zur Not kann man den Empfänger vom Gehäuse befreien und ihn einschrumpfen. Das spart ein paar Millimeter an Höhe.

Dieses Klettband (Bild siehe oben) hat sich bewährt und hält bombenfest! Hier die Draufsicht der Einheit (Bild siehe oben). Das weiße Zeug ist das Silikon, welches als Kleber wirkt. Zwischen Empfänger und Servo ist noch Platz für ein Vario oder Limiter.

Fotos / Bilder

Servobrett im Rumpf

Wir stehen nun kurz vor der Verheiratung Servobrett im Rumpf. Doch zuvor muss die Multiplex-Buchse mit den angelöteten Kabeln in den Rumpf geklebt werden. Auch hier findet die dünne Küchenfolie als Isolator Anwendung, damit nicht die Fläche versehentlich angeklebt wird. Es versteht sich von selbst, dass die Kabel in ihrer Länge so zugemessen sind, so dass man diese in der Rumpföffnung im Empfänger anstecken kann.

Die Stecker sind paarig zusammengefasst. Zuvor sind die Stecker nach ihrer Funktion zu kennzeichnen. Sonst ordnet man sie eventuell dem verkehrten Empfängersteckplatz zu. Ist der Empfänger angeklettet, kann man die Rumpfröhre aufschieben und die Länge desKohlestabes, der aus dem Bowdenzug ragt, ablängen. Zuvor ermittelt man die Tiefe der Löthülse für den Gabelkopf und berücksichtigt eine Verstellmöglichkeit. Jetzt werden die beiden Löthülsen aufgeklebt.

In der Zwischenzeit haben wir sicher schon den Motor sorgfältig eingebaut. Ich löte grundsätzlich die Anschlußdrähte vom Motor direkt an den Regler. Das spart Platz und das Strippengewirr nimmt ab. Nachdem die Löthülsen verklebt sind, kann man die Rumpfröhre einkleben. Hierzu ist das Höhenruder zu befestigen und auszuwinkeln. Das klappt mit einer Wasserwaage, mit der Helling und den aufgesetzten Flügeln ganz gut. Später, nachdem die Rumpfröhre fest ist, kann man das Seitenleitwerk ebenfalls ausrichten und verkleben.

Als letzter Akt werden die Servokabel an den Empfänger gesteckt und das Brettchen vorsichtig in den Rumpf geschoben. Hier ist darauf zu achten, dass die Kabel nicht im „Fenster“ für den Tragflächenverbinder hineinragen. Das Grundbrett wird nun verschraubt, die beiden Gabelköpfe eingehängt und die Funktionsprobe kann beginnen. Zuvor sind die Antennen im vorderen kohlefreien Rumpfbereich zu fixieren.

Ein Antennenteil sollte waagerecht, das andere möglichst senkrecht ausgerichtet sein. Somit stehen die beiden Polarisationsebenen zur Verfügung. Am Ende des Bauvorhabens ist der Akku mit Klettband auszurichten. Hierzu wird das Modell auf eine Schwerpunktwaage gesetzt. Bei mir musste der 1300 mAh Akku bis an den Motor geschoben werden. Der YGE Regler liegt seitlich am Motor und sorgt „für Gewicht in der Rumpfnase“. 111 mm war das Ergebnis ohne Bleizugabe. Und damit sollte der Erstflug klappen. Doch zuvor müssen die Klappenausschläge, die Pollack vorgibt, am Sender eingestellt werden. Hierzu gibt er beim Querruder 25 mm nach oben und 15 mm nach unten an. Beim Höhenruder 15 mm nach oben und 10 mm nach unten. Seitenruder so groß wie möglich.

Fotos / Bilder

Erstflug und Erfahrungen

Der erste Start bestand bevor und das Modell von einem befreundeten Modellpiloten freigegeben. Die Euphoria zog mit etwa 50° Steigwinkel in den Himmel. Motor aus und ein Nachtrimmen auf dem Höhenruder. Das wars! Ruhig zog die Euphoria ihre Kreise und nahm die Thermik willig an. Mit der Butterfly - Stellung ging es im flachen Winkel nach unten. Da muss noch mehr Tiefenruder zugemischt werden. Stellt man sie in dieser Phase auf den Kopf, dann nimmt die Geschwindigkeit nicht nennenswert zu. Kurz vorm Hang Klappen rein und ausschweben. Tolles Modell!

Nach dem Erstflug war mir das Höhenruder zu zackig. Ich habe die Ausschlägen nach Augenmaß reduziert und die Reaktionen sind jetzt weicher. Die weiteren Flüge dienen der Optimierung und deshalb werden an dieser Stelle noch keine Angaben gemacht. Dieser Artikel soll meine Erfahrungen aufzeigen. Wenn es einen Verbesserungswunsch gäbe, dann würde ich mir dickere Ruderhörner an der Fläche wünschen. Dann „schlackern“ die Gabelköpfe nicht mehr. Zu guter Letzt danke ich Herrn Pollack und Herrn Schambeck für ihren fachlichen Rat und wünsche allen Nachbauern erlebnisreiche Flüge mit der Euphoria.

Als kleine Motivationshilfe ein paar Bilder (siehe oben), die mir Herr Mauser freundlicherweise gemailt hat.

Autor: Wolfgang Witas

Details

Event
Euphoria von Pollack Modellbau

Ort
unbekannt

Zeitraum
26.10.2015

Videos
keine

Fotos
31 Bilder

Bericht
Wolfgang Witas
(Mitglied von Modellpilot.EU)

Kontakt
Über den internen Hangartalk

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