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Hütter H17 M 1:2 RC Scale Segelflugzeug von Andreas Brück

Scale Baubericht zum RC Segelflugzeug Hütter H-17 im Maßstab 1:2 von Andreas Brück. 1934 enstand sie ursprünglich als Eigenbauflugzeug und wurde von Ulrich Hütter konstruiert. 1936 ging die Hütter H17 in eine Serienfertigung und ca. 200 Exemplare wurden gebaut. Bei dem Nachbau der Hütter H17 handelt es sich um einen Frästeilesatz aus dem Hause Fraesfritz in Limburg. Der Maßstab ist 1:2.

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Video Hütter H17 M 1:2 RC Scale Segelflugzeug von Andreas Brück

Hütter H17 bei "Die Modellbauer - Das Duell" in Dortmund

Hütter H17 M 1:2 RC Scale Segelflugzeug von Andreas Brück

Fotos / Bilder

 

Baubericht

Bei dem Nachbau der Hütter H17 handelt es sich um einen Frästeilesatz aus dem Hause Fraesfritz in Limburg. Der Massstab ist 1:2. Hierbei wurden allerdings nur die Rippen und Spanten von Fraesfritz benutzt und alle weiteren Arbeiten in Eigenleistung erstellt. Zu den uns vorliegenden Bauteilen hatten wir das unendliche Glück einen fast kompletten und originalen Bauplan mit Zeichnungen von vielen Details zu besitzen. Der Plansatz ist nicht komplett aber ausreichend für die Dokumentation des Nachbaus.

Die Rippen sind zusätzlich zu dem gelieferten Ursprungszustand mit Verstärkungs-Knotenaufleimern versehen worden, um so den Scaleeindruck nochmals zu bekräftigen und um die hier im Modell betriebene Bauweise möglichst ans Original zu bringen. Des Weiteren wurden alle Beplankungsarbeiten an der Fläche mit 0,6 mm starkem Flugzeugsperrholz ausgeführt. Alle Verklebungen sind ineinander verschäftet worden, um die möglichst größte Stabilität zu gewährleisten und auch in diesem Baustadium möglichst dicht ans Original zu kommen. Zusätzlich sind mit Verstärkungsbändern die Rippen untereinander diagonal verstrebt. Zu sehen sind diese Bänder nur noch teilweise und schemenhaft von außen im bespannten Zustand. Die V-Form wurde entgegen dem Hersteller, mit 0° mit einem Winkel von 1,25° pro Seite eingearbeitet (8. Zeichnung Original).
 
Als Bespannmaterial dient neben den Flächen auch an allen anderen zu bespannenden Teilen Oracover UL 600. Dieses Bespannmaterial hat neben den Eigenschaften der Verarbeitung auch das optische Highlight, dass die charakteristische Gewebestruktur im Maßstab 1:2 gewährleistet ist. Um dieses Material zu verarbeiten, müssen beide Seiten, Bespannung und zu bebügelnde Seite mit einem von Oracover gelieferten Dispersionsklebstoff eingepinselt werden. Dies erfordert anschließend, dass der Kleber ca. 2 - 3 Stunden ablüftet. Aufzubringen ist die Bespannung mit wahlweise einem Bügeleisen und/oder Heißluftfön sowie einem Rakel, Trockentuch und etwaigen weiteren bekannten Hilfsmitteln. Durch die Temperatur von min. 70°C und mehr, aktiviert sich der Klebstoff und eine sichere sowie stabilisierende Verklebung ist gewährleistet. Die Unterseiten der Flügel sind zunächst vorrangig bespannt worden, um so anschließend im nächsten Arbeitsschritt die Rippen mit dem Oracover UL 600 zu vernähen. Dies hatte damals bezogen auf das Original nach Vorschriften sowie Baubeschreibungen nach Hans Jacobs den Sinn, dass die konkav gewölbten Bespannungen mit Baumwolltuch neben der Verklebung an den Rippen zusätzlich gesichert werden. (Wäre dies im Original nicht gemacht worden, so hätte u.U. die Gefahr bestanden, dass sich die Bespannung löst und es lediglich zu einer Geraden gekommen wäre!) Um aber auch in diesem Bauzustand wieder so dicht wie möglich an das Original zu gelangen, wurde eigens ein Nähgarn im Durchmesser von 0,45 - 0,5 mm beschafft, um auch hier den Maßstab 1:2 zu gewährleisten. Die Abstände wurden runtergerechnet vom Original zwischen 2 - 3 cm Abstand!

Nach dem Vernähen jeder Rippe kam im folgenden Bauzustand ein Gewebeband in der nichtgezackten Version auf jede Rippe im Bereich der Vernähung. Da das uns vorliegende Original im Jahre 1983 grundüberholt wurde, hat man auf das zuvor beschriebene "Zackenband" verzichtet. Es wurde nur noch ein gerade geschnittenes Gewebeband gewählt, was der Verstärkung sowie dem Schutz des Nähgarns ausreichend Schutz bietet. Neben dem Schutz des Materials hatte es des Weiteren den Sinn, die aerodynamische Strömung der Luft zu optimieren, da ohne dieses Band bereits der Umschlagpunkt unmittelbar nach dem Holm zu einem Ablösepunkt geworden wäre. Der Nasenbereich wurde nicht bespannt. Auch dies ist dem Original sowie der damaligen Bauweise nachempfunden. Die Bespannung setzt, sowohl auf der Ober- als auch auf der Unterseite jeweils kurz vor Ende des Holms an und wird nach hinten bis kurz vor die Endleiste geführt. Auch die Endleiste bleibt unbespannt. Somit ergibt sich optisch zusätzlich ein Kontrastprogramm, was dem Segler zusätzlich einen gewissen originalen Charme und Charakter verleiht.
 
Nach den nunmehr erledigten Bespannarbeiten am Flügel erfolgten die zuvor genannten an Höhen- und Seitenruder. Diese sind komplett bespannt und anschliessend für die notwendigen Lackierarbeiten vorbereitet worden.
 
Alle Bauteile wurden mit einem Sperrgrund lackiert, der als Grundlage und Grundierung dient. (Zu dem Bauabschnitt Rumpf erfolgt die Beschreibung unten!) Die Grundierung benötigte wieder eine gewisse Zeit zum ablüften und konnte erst einige Zeit später weiter verarbeitet werden. Die Tragflächen wurden durch Linierband und etwaige weitere Hilfsmittel abgeklebt und nach Vorlage der Bilder von Bernd Vogt mit Farbe im Farbton cremeweiß versehen. Bei der Farbe handelt es sich um einen Farbton, der bei den damaligen Oldtimern sehr gerne und oft gewählt wurde.

Der Rumpf wurde, nachdem die gefrästen Spanten geliefert worden waren, vollkommen nach Plan auf einer eigens für dieses Modell geschaffenen Helling gebaut. Das Hauptaugenmerk war auch in diesem Baustadium wiederum, dass die Beplankung mit Flugzeugsperrholz erfolgte. Gegenüber den Tragflächen haben wir uns für eine Materialstärke von 0,8 mm entschieden. Auch der Verlauf der Maserung ist ein absolut wichtiges Detail, was nicht nur der Stabilität, sondern auch in diesem Falle wieder den Faktor "scale" bekräftigt. Der obere Turmaufbau hinter dem Pilotensitzplatz wurde in 2 Richtungen konkav beplankt. Das Auftragen erfolgte mit wasserfestem Weißleim aus dem Hause Ponal. Dieser wurde übrigens für alle Holz-Holz-Verklebungen am Modell eingesetzt. Durch die Eigenschaft des Weißleims ist es machbar, den Klebstoff auf beide Seiten aufzubringen und ablüften zu lassen. Nach ca. 20 - 30 Minuten wird der Weißleim "glasig". Dieser Vorgang des Ablüftens kann auch auf 7 Tage erweitert werden. (Wir haben es unabsichtlich und ungewollt getestet! Die Fa. Henkel kann allerdings zu den Eigenschaften der hier beschriebenen Arbeitsweise keinerlei Aussagen treffen.) Das jeweilige Bauteil wird nachdem es angepasst und mit Klebstoff versehen angelegt ist, mit einem Bügeleisen ohne Dampf aufgebügelt. Durch die Hitzeeinwirkung aktiviert sich der Klebstoff und die Verklebung ist sofort und unmittelbar fest. Alle Beplankungselemente am Rumpf sind an allen Klebestellen wieder miteinander verschäftet worden. Als Maß der Schäftstelle wird eine herzustellende (zu schleifende) Hypothenuse von der 12-15fachen Materialstärke notwendig. Beispiel: 0,8 mm starkes Sperrholz bedeutet 9,6 - 12 mm Länge der Hypothenuse bzw. der zu verklebenden Stelle!

Da das Rad an der Hütter H17 im Jahre 1934 sowie auch an dem von uns nachgebauten Original nicht vorhanden ist, haben wir auch bei dem Nachbau auf dieses verzichtet. Ein Rad wurde in einer späteren Version erst fest eingebaut, wobei man festhalten muss, dass dies zu Zeiten war als die Fa. Schempp-Hirth das Flugzeug unter der Folgebezeichnung Göppingen Gö5 baute.

Der Ausbau des Cockpits bzw. die Detaillierung des Modells wurde anhand der vorliegenden Bilder nachempfunden. Somit wurde es realistisch, dass seitlich am Rumpf auf der linken Seite das Bordfach für Flugbuch etc. angebaut bzw. umgebaut wurde, hinter dem sich nunmehr die Ladebuchse der im Modell installierten Akkus befindet. Es ist nicht mehr notwendig die Akkus zum Zwecke des Aufladens auszubauen!

Im hinteren Bereich unterhalb des Höhenruders befinden sich mehrere Handlochdeckel, die zum Zwecke des Höhenruderanschlusses angebaut wurden. Links 2 Stück, rechts 1 Stück. Der Sporn entspricht dem in der Zeichnung dargestellten und wurde mit Hilfe von Federstahl dementsprechend nachgebaut. Um die Anlenkung des Höhen- als auch des Seitenruders optimal zu bewerkstelligen, haben wir uns dazu entschieden, die beiden Servos in den Rumpf zu installieren. Sollte allerdings eine Rudermaschine defekt sein, erfordert es eine Reparatur wie beim Original. Um die numehr geschaffene Einbausituation weiterhin zu nutzen, wurde es machbar die beiden Seitenruderpeadle im Fußraum des Piloten auszusteuern, sodass sich diese in die jeweilige Richtung des Ruders bewegen. Auch der Steuerknüppel wurde den Bildern und Zeichnungen nachempfunden und bewegt sich in alle 4 Richtungen. Das Instrumentenbrett samt dem Korpus entspricht den Vorlagen und hat rundherum zum Rumpf hin den notwendigen Abstand. Bei der Haube wurde der Haubenverschluss 1:1 nachgebaut. Allerdings sind die beiden Scheiben, wieder ein kleines Highlight, perfekt ausgeführt. Als Material diente uns ein aus Kunstoff hergestellter "Schraubenkorb", in dem im Baumarkt Schrauben erhältlich sind. Die Stirnseiten des Gefäßes sind zu sehr verkratzt! Die beiden Seitenscheiben sind aber zum Zwecke des Einbaus perfekt, da diese bereits etwas milchig und nur ganz leicht verkratzt sind. Wie bereits oben beschrieben, war die Grundüberholung des Originals 1983 und wird heute keinesfalls mehr ein klares Glas sein. Der Pilot ist dem Stil der 30er Jahre nachempfunden und sollte wohl passend sein.
 
Als RC-Komponenten dienen Servos und Empfänger aus dem Hause MULTIPLEX. Die Stromversorgung und die Akkuweiche wählten wir aus dem Hause EMCOTEC. Alle Bauteile konnten passend unter der Sitzfläche des Piloten eingebaut werden und sind im komplett montierten Zustand für den Betrachter nicht sichtbar.
 
Die Kufe ist aus 5 Lagen Eschenleisten mit á 2 mm verpresst und verklebt. Hierfür wurde eigens eine Form aus 4 Buchenbalken mit jeweils 40 x 60 mm gebaut. Alle 4 Hölzer zu einem Block verkleben und über mehrere Tage mit Hilfe von Wärme verpressen. Anschließend die Kufe im Profil aufzeichnen und mit einer Bandsäge trennen. Beide Seiten wurden mehrfach geschliffen und gespachtelt und geschliffen und........! Anschließend wurden die 5 Lagen Eschenholz mit Weißleim in die Form eingelegt, gepresst und in die eigentliche Form gebracht. Da die Kufe auf Übermaß gebaut wurde, konnten die tatsächlichen fertigen Maße von außen angeschliffen werden. Auch die Befestigung, sowie die Funktion der Kufe entspricht dem Original. Als Dämpfungselement wurde ein 30 mm starkes Gummimaterial gewählt, welches durch Bohrungen und Form die Funktion der Dämpfung übernimmt. Die Befestigung der Gummilager erfolgte durch die in den Bildern sichtbaren U-Eisen. Anschrauben, montieren und.....funktioniert!

Autor: Andreas Brück

Details

Event
Hütter H17 M 1:2 von Andreas Brück

Ort
Hamm, Deutschland

Zeitraum
07.06.2017

Videos
13 min. Full-HD

Fotos
321 Bilder

Bericht
Andreas Brück

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